Nein, es geht hier nicht um ein Sonnenbad von mir. Sondern von dieser wunderschönen Tulpenblüte, die gestern nachmittag die Sonne genossen und sich mit all ihrer Schönheit nei uns im Garten gezeigt hat.
Aufgenommen mit meiner Fuji X-T5 und dem Voigtländer Nokton 35mm F1.2.
Am Karfreitag haben wir einen Spaziergang gemacht, der uns auch durch den nahegelegenen Wald führte. Es ist einfach schön zu sehen, das auch der Wald mehr und mehr aus dem Winter erwacht.
Der Wald erwacht – 13/52 — Fuji X-T50 mit Voigtländer Nokton 35mm F1.2
Oh jeh, es ist jetzt schon April geworden und wird wirklich Zeit, den zweiten Teil meines analogen ersten Halbjahrs fertig uu schreiben (fragt mich bitte nicht, wann ich hiermit schon begonnen habe …). Dieses mal geht es um die Schwarz-Weiß-Filme, die mich in den ersten Monaten meiner „analogen Wiedergeburt“ im letzten Jahr begleitet haben. Im Titelbild sind davon auch 3 Filmrollen zu sehen. Ich hatte also jeweils zwei Rollen von
Fujifilm Across II 100 Ilford XP2 400
also die Filmrollen auf der linken Hälfte des Titelbilds. Übrigens nicht darüber wundern, das dort zweimal der Ilford XP2 400 abgebildet ist – das hat wirklich keine tiefere Bedeutung außer der, das diese sechs Filmrollen alle gemeinsam den Weg ins Labor angetreten haben. Nebenbei gesagt: genau wie im ersten Teil sind die Bilder nicht von mir digital bearbeitet sondern genau so, wie sie entwickelt und gescannt wurden.
Und noch eine Warnung vorab: auch wenn der Frühling gerade in Fahrt kommt – hier sind typische Bilder aus Herbst und Winter, das heiß am Ende ist auch was mit Nebel und Schnee dabei, wenn auch nur wenig. Aber wer das nach dem langen Winter nicht mehr sehen kann, ist hiermit gewarnt und sollte geeignete Vorkehrungen treffen 😉
Fujifilm Across II 100 (in Canon AV-1)
Fangen wir mit dem Across II an. Warum überhaupt der Across? Nun, an meinen Fuji Kameras gibt es eine Across Filmsimulation, die ich immer wieder gerne verwende und ich war einfach neugierig, wie sich das Zelluloid-Original dazu im Vergleich verhält. Ehrlicherweise muss ich noch sagen, das diese Rolle nicht die erste war, sondern die zweite. Die erste hatte ich bereits im September in Dänemark belichtet – und wartete großer Vorfreude auf das Ergebnis. Allerdings wartete ich vergebens, denn beim Einlegen des Films war mir offensichtlich ein Fehler unterlaufen und der komplette Film war unbelichtet. Sehr sehr schade … aber an manche aufgenommene Momente kann ich mich immerhin noch erinnern.
Dann beginne ich eben mit der zweiten Rolle. Die hab ich im November in meine Canon eingelegt, als ich am Rande der DENOG17 die Zeche Zollverein in Essen besuchte. Im ersten Teil der Serie war auch ein Bild mit dem Lomo Metropolis vom Eingang der Zeche mit dem prägnanten Turm. Aber kaum hatte ich den Eingang durchschritten war natürlich der Farbfilm komplett belichtet und ich war zu einem Wechsel gezwungen. Daher hab ich hier kein Bild von dem Förderturm auf dem Across – aber dafür diese bekannte Rolltreppe, die ins Ruhrmuseum hochfährt, wenn ich mich recht erinnere.
Diese Treppe wirkt natürlich noch ganz anders in Farbe – besonders in der Dämmerung. Da ist der Blitz rechts uns links der Treppe ein kräftiges Orange. Und die beiden Rolltreppen rechts und links der Treppe vermitteln das Gefühl, mitten in einem Lavafluß zu stehen – oder in einem Stahlwerk, was natürlich an diesem Ort auch sehr naheliegend ist (wer mag kann ja mal einen Blick riskieren auf das Foto – das hab ich dort mit meiner Fuji gemacht, aber digitale Fotografie ist ja jetzt nicht das Thema von diesem Artikel).
Der Ort der Aufnahme ist ganz in der Nähe meines Bildes von der Woche 9 „Fühlingsmomente“ und vor gut drei Wochen schrieb ich bereits, das ich mich auf die Narzissen freue, die ja auch gern Osterglocken genannt werden.
Dieses Bild hab ich am vergangenen Mittwoch auf dem Weg zum Bahnhof aufgenommen – und egal ob weiße oder gelbe Blüten: es war dort ein prachtvolles Blütenmeer am Wegesrand, das zum innehalten einlud.
In der vergangenen Woche war ich wieder in Leipzig mit Übernachtung bei meinem Sohn in Halle. Und morgens hatte ich wieder Glück am Bahnhof und konnte wieder mit einem Intercity nach Leipzig fahren – was natürlich etwas flotter ist. Bei der morgendlichen Einfahrt im Leipziger Bahnhof mit dem Zug rechts auf dem Bild entdeckte ich diese Fleckchen Frühling zwischen Gleis 15 und 16 (nein, es ist nicht das Gleis Neundreviertel!) – mein Bild der Woche 11.
Ich bin beruflich recht häufig in Leipzig und wenn ich dann mal zwei Tage dort bin, dann besuche ich auch gern unseren Sohn in Halle. Zwischen den beiden Städten fährt eine S-Bahn, es gibt aber auch Fernverkehrsverbindungen. So hatte ich in der vergangenen Woche zweimal das Glück, statt der S-Bahn einen Intercity nehem zu können, der normalerweise auch ein bisschen flotter unterwegs ist.
So entdeckte ich dann am Mittwoch morgen am Bahnhof in Halle beim Blick auf die große Anzeigetafel mit den Zugverbindungen, das dort ein verpäteter Intercity nach Leipzig noch zu erreichen ist. Da war mein spontaner Gedanke: „Hey, warum nicht? Just take a ride!„
Blick aus dem Intercity zwischen Halle und Leipzig am Mittwoch morgen.
Die Hauptstraße bei uns um die Ecke ist sicher keine Schönheit. Aber dennoch gibt etwas an der Straße, worauf ich mich jedes Jahr freue: und zwar wenn im März die Krokusse kommen!
Das Grünflächenamt (ich vermute mal, das war das Amt…) hat dort entlang der Straße jede Menge Pflanzen gesetzt, die sich dann entlang einiger hunderte Meter bunt aufreihen. Das macht den Ort dann richtig schön bunt – erst recht jetzt im Morgenlicht …. und in paar Wochen kommen dann noch Narzissen und ein paar Tulpen. Das wird dann ein weiteres Highlight!
So langsam verabschiedet sich der Winter dann doch, also zumindest der richtig strenge Winter. Der Schnee ist verschwunden – ganz ehrlich: ich hatte nun auch erstmal wieder genug davon – und durch das Tauwetter mit dem folgenden Regen gab wieder eine kleine Überschwemmung im Erlanger Regnitzgrund. Enstprecheng hatte auch so mancher Baum ein paar „nasse Füße“.
Am Dienstag hatte ich in der Mittagspause Gelegenheit zu einer kleinen Stippvisite im Regnitzgrund und hab das folgende Bild der KW 8 meines Projekts mitgebracht.
Nach dem Schnee und dem Tauwetter. Da kann es manchmal nasse Füße geben. (Fuji X-T50 und Sigma 18-50mm F2.8 DC DN bei 24mm und F 7..1)
Diesen Beitrag hab ich kürzlich auch in der Community des Freundeskreise von „Fotografie tut gut“ geschrieben. Ich mag diese Community wirklich sehr: es ist eine unheimlich sympathische Gemeinschaft mit viel Empathie und Inspiration. Aber dazu bestimmt mal an anderer Stelle mehr.
Nun, Ihr kennt das ja bestimmt auch: die Zeit vergeht einfach zu schnell! Es ist nun schon fast ein halbes Jahr her, seitdem ich den ersten Film für meinen analogen Wiedereinstieg in meine Canon gelegt habe. Mittlerweile sind eine paar Filme entwickelt und es ist sicher ein guter Zeitpunkt, über meine ersten Erfahrungen zu berichten – das passt ja auch ein bisschen zu den Halbjahreszeugnissen, die gerade so verteilt wurden. (Ferner hatte ich im Community-Chat auch bereits angekündigt – oder „angedroht“? – das ich berichten werde, wenn die sechs Filme aus dem Labor zurück sind.)
Vorab aber erstmal eine Antwort auf die eine ganz spezielle Frage: „Warum fotografiere ich überhaupt analog?“ Das ist natürlich eine sehr persönliche Frage und als ganz persönliche Antwort kann ich es am besten mit dem Wort „Erlebnis“ beschreiben. Es ist das Gefühl beim Einlegen der Filme, die Haptik, die Geräusche beim Aufziehen des Verschlusses, das Auslösen oder Hochklappen des Spiegels der Canon oder beim Fokussieren der Lomo. Und alles etwas langsamer machen – oder etwas bewusster.
Gestern habe ich mit der Gruppe Süd des „Freundeskreis Fotografie tut gut“ einen super entspannten Ausflug in die „Motorworld München“ gemacht. Es gab eine Menge Spaß, alte Autos, teure Autos, schnelle Autos, viel blankpoliertes Metall und eine Menge interessante Spiegelungen und Lichter. Selbst wenn man kein ausgesprochener Autonarr ist: zum Fotografieren ist es wirklich ein spannender Ort mit vielen großen und kleinen Details. Und mein ganz persönlichen Highlight war dabei nicht einer der vielen PS-Boliden, sondern ein Opel Admiral aus dem Jahr 1970.
Der Opel Admiral von 1970 war durch das dezente blaue Licht ganz besonders reizvoll in Szene gesetzt – aufgenommen mit meiner Fuji X-T5 und dem XF 23mm F1.4