So langsam verabschiedet sich der Winter dann doch, also zumindest der richtig strenge Winter. Der Schnee ist verschwunden – ganz ehrlich: ich hatte nun auch erstmal wieder genug davon – und durch das Tauwetter mit dem folgenden Regen gab wieder eine kleine Überschwemmung im Erlanger Regnitzgrund. Enstprecheng hatte auch so mancher Baum ein paar „nasse Füße“.
Am Dienstag hatte ich in der Mittagspause Gelegenheit zu einer kleinen Stippvisite im Regnitzgrund und hab das folgende Bild der KW 8 meines Projekts mitgebracht.
Nach dem Schnee und dem Tauwetter. Da kann es manchmal nasse Füße geben. (Fuji X-T50 und Sigma 18-50mm F2.8 DC DN bei 24mm und F 7..1)
Diesen Beitrag hab ich kürzlich auch in der Community des Freundeskreise von „Fotografie tut gut“ geschrieben. Ich mag diese Community wirklich sehr: es ist eine unheimlich sympathische Gemeinschaft mit viel Empathie und Inspiration. Aber dazu bestimmt mal an anderer Stelle mehr.
Nun, Ihr kennt das ja bestimmt auch: die Zeit vergeht einfach zu schnell! Es ist nun schon fast ein halbes Jahr her, seitdem ich den ersten Film für meinen analogen Wiedereinstieg in meine Canon gelegt habe. Mittlerweile sind eine paar Filme entwickelt und es ist sicher ein guter Zeitpunkt, über meine ersten Erfahrungen zu berichten – das passt ja auch ein bisschen zu den Halbjahreszeugnissen, die gerade so verteilt wurden. (Ferner hatte ich im Community-Chat auch bereits angekündigt – oder „angedroht“? – das ich berichten werde, wenn die sechs Filme aus dem Labor zurück sind.)
Vorab aber erstmal eine Antwort auf die eine ganz spezielle Frage: „Warum fotografiere ich überhaupt analog?“ Das ist natürlich eine sehr persönliche Frage und als ganz persönliche Antwort kann ich es am besten mit dem Wort „Erlebnis“ beschreiben. Es ist das Gefühl beim Einlegen der Filme, die Haptik, die Geräusche beim Aufziehen des Verschlusses, das Auslösen oder Hochklappen des Spiegels der Canon oder beim Fokussieren der Lomo. Und alles etwas langsamer machen – oder etwas bewusster.
Gestern habe ich mit der Gruppe Süd des „Freundeskreis Fotografie tut gut“ einen super entspannten Ausflug in die „Motorworld München“ gemacht. Es gab eine Menge Spaß, alte Autos, teure Autos, schnelle Autos, viel blankpoliertes Metall und eine Menge interessante Spiegelungen und Lichter. Selbst wenn man kein ausgesprochener Autonarr ist: zum Fotografieren ist es wirklich ein spannender Ort mit vielen großen und kleinen Details. Und mein ganz persönlichen Highlight war dabei nicht einer der vielen PS-Boliden, sondern ein Opel Admiral aus dem Jahr 1970.
Der Opel Admiral von 1970 war durch das dezente blaue Licht ganz besonders reizvoll in Szene gesetzt – aufgenommen mit meiner Fuji X-T5 und dem XF 23mm F1.4
Diesen Zustand des völlig aufgeräumten Schreibtisches, des musste ich einfach mal festhalten. Es hat schon wirklich Charme, wenn die Fläche so frei ist und Papiere oder andere Dinge nicht um die Aufmerksamkeit wetteifern. Ich könnte fast schon sagen, es ist auch ein bisschen befreiend.
Schade, das es nicht immer so ist. Aber letztlich liegt es ja nur an mir.
So schön viel Platz auf dem Schreibtisch! Aufgenommen mit der Fuji X-T50 und einem Voigtländer Ultron 2,0/27 mm
Das Bild in meinem Post Auf der Suche nach Kristallen – 05/52 (digital) für mein 52-Wochen-Projekt war ein Bild von dem wunderschönen Mittwoch Morgen der vergangenen Woche. Es war aber natürlich nicht das einzige Bild, das ich in dieser schönen Atmosphäre gemacht habe. Hier sind noch ein paar weitere schöne Augenblicke von diesem kalten, nebeligen und sonnigen Morgen, die ich alle mit alten Canon FD Objektiven an meiner Fuji eingefangen habe.
Starten wir mit etwas Farbe:
Und nun auch eine kleine Sammlung in Schwarz-Weiß:
Der Blick auf die Wetterprognose für Mittwoch morgen sah am Abend zuvor verheißungsvoll aus – und ich ich wurde definitiv nicht enttäuscht: Sonne, Nebel und Frost!
Da meine Nacht bedingt durch meinen Beruf in mehreren Etappen verlief (ich arbeite in der IT in einem Infrastruktur Team und hatte diese Woche Bereitschaft) war ein morgendlicher Ausflug in die Kälte sehr verlockend. Noch einmal in diesem Winter auf die Suche nach Eiskristallen gehen und dabei richtig wach werden!
Und so machte ich mich analog mit meiner Canon AV-1 und der Lomo auf den Weg, um auch Fotos für mein analoges 52-Wochen-Projekt zu sammeln. Für das digitale Projekt kam meine Fuji mit, an der ich jedoch nur meine alten Canon Objektiven verwendete, um meinen „analogen Morgen“ noch etwas zu verstärken.
Die Kälte, der Nebel und die aufsteigende Sonne. Und der Blick durch die Sucher. Ich hab den morgendlichen Fotowalk wirklich genossen und wieder jede Menge Energie getankt!
Einen Tag später als üblich kommt dieser besondere Moment der vergangenen Woche: Am Sonntag Abend hatte es begonnen, zu schneien und der Schneefall dauerte bis auf wenige Unterbrechungen vierundzwanzig Stunden an. Ich weiß nicht, ob ich in so kurzer Zeit schon mal soviel Schnee in Erlangen gesehen hab, aber es müssen sicher 45 cm gewesen sein!
Bei dem Wetter musste ich einfach die Gelegenheit für eine Runde draußen im Schnee nutzen und so entstand dieses Bild Montags am späten Vormittag mit einer tollen Atmosphäre, die geprägt war von der gedämpften Stille des Schneefalls.
Es war am Mittwoch auf dem Rückweg von meinem Besuch im Kunsthaus in Nürnberg. Dort habe ich mir die Ausstellung über das Werk der US-amerikanischen Fotografin Ruth Orkin angeschaut. Sie lebte von 1921 bis 1985 und ihre Fotografien sind ein Blick auf das Leben des letzten Jahrhunderts. Ihr Werk ist sehr beeindruckend, spannend und berührend und ich werde sicher noch mehr über sie hier schreiben, wenn ich mich mit dem bestellten Bildband intensiv beschäftigt habe. Auf jeden Fall bin ich sehr froh darüber, das ich noch Gelegenheit für den Besuch bekam, bevor die Ausstellung am heutigen Sonntag ihre Tore schließt.
Auf dem Rückweg nach Erlangen musste ich beim Umsteigen von der S-Bahn in den Bus etwa eine Viertelstunde warten. „Vielleicht eine gute Gelegenheit für ein paar Langzeitbelichtungen?“ dachte ich mir und so entstand unter anderem dieses Bild.
In dieser Woche war in meinem Kalender weniger Raum für den Blick durch die Kamera. So gibt es lediglich etwas vom Bahnhof, aufgenommen beim Warten auf den ICE nach Leipzig.
Im ersten Moment hat es doch eine gewisse Komik, wenn man das Schild und die vielen Räder im Hintergrund sieht. Beim zweiten Blick dürfte aber schnell klar werden, was mit der Aufforderung gemeint ist.
Es war eine (weitgehend) richtig schöne Winter-Woche: kalt, teilweise Dauerfrost, viel Schnee, Tage mit viel Sonne und auch zugefrorene Seen hier bei uns.
Nach einem sehr frühen Beginn mit der Arbeit am Mittwoch habe ich Mittags eine längere Auszeit genossen, um die Sonne und die Atmosphäre zu genießen.
Und natürlich, um die Stimmung mit der Kamera einzufangen.